Alzheimer-Patienten sind nicht oft in der Lage, die Vorzeichen ihrer Krankheit zu erkennen. Daher sind es meist die Verwandten, die merken, dass das Gedächtnis nachlässt oder motorische Schwierigkeiten auftreten. Sie sind an vorderster Front bei der Diagnose der Krankheit. Diese Liste von Vorzeichen kann dabei helfen, Alzheimer rechtzeitig zu erkennen – oder aber die Krankheit auszuschließen. Gedächtnisverlust ist das bekannteste Merkmal: Menschen mit Alzheimer vergessen oft Informationen, die sie erst vor kurzem aufgenommen haben.
Auch Probleme im Alltag treten häufig auf. Wer also plötzlich nicht mehr in der Lage ist, nach altbekannten Rezepten zu kochen oder monatliche Rechnungen akkurat zu bearbeiten, könnte betroffen sein. Im fortgeschrittenen Stadium fallen dann einfache Tätigkeiten, wie das Bedienen einer Mikrowelle oder Kaffeemaschine schwer. Die Betroffenen wirken konfus, vergessen die Zeit, Daten, Termine oder Jahreszeiten. Auch können beim Lesen Schwierigkeiten auftreten, genauso wie beim Einschätzen von Abständen oder dem Benennen von Farben und Kontrasten.
Die Sprache wird meist ebenso betroffen. Namen von Gegenständen und engen Verwandten werden vergessen, Patietente können sich nicht mehr an das erinnern, was sie vor fünf oder zehn Minuten gemacht haben oder wo sie gewesen sind. Das Urteilsvermögen wird getrübt, schlechte, scheinbar unüberlegte Entscheidungen getroffen. Meist merken die Betroffenen, dass etwas nicht stimmt, ohne es sich selbst einzugestehen. Unbewusst ziehen sie sich aus der Öffentlichkeit zurück, vernachlässigen Hobbys, Freunde oder den Sportverein. Auch die Persönlichkeit kann sich verändern, Menschen mit Alzheimer reagieren gereizt, wenn bestehende Routinen oder Handlungsabfolgen unterbrochen werden.
Wichtig ist, dass noch keines dieser Anzeichen die Diagnose von Alzheimer zulässt. Allerdings sollten Sie umgehend mit dem Verwandten einen Arzt aufsuchen, um auf Nummer sicher zu gehen. Denn die frühe Diagnose von Alzheimer kann dabei helfen, die Krankheit in Schach zu halten.

