Allein in Deutschland sind rund 1,2 Millionen Menschen an Alzheimer erkrankt. Weltweit beläuft sich die Zahl auf sogar 24 Millionen. Es wird geschätzt, dass sich in 50 Jahren die Zahl der Erkrankungen sogar verdoppelt haben wird. Eine erschreckende Prognose, der täglich versucht wird entgegenzuwirken. Doch trotz intensiver Forschungen ist es Wissenschaftlern bislang nicht gelungen, den Kampf gegen die Krankheit zu gewinnen. Betroffene, bei denen Alzheimer diagnostiziert wurde, müssen sich mit dem Gedanken anfreunden, sich bald an vieles nicht mehr erinnern zu können. Eine schreckliche Diagnose, die wahrscheinlich jedem vorerst den Boden unter den Füßen wegreißen würde.
Doch nun darf gehofft werden: Forscher aus Göttingen, Frankreich und den Niederlanden haben jüngst einen Impfstoff entwickelt, der, auch wenn er die Krankheit nicht heilen kann, zumindest verspricht, ihren Verlauf zu stoppen. Bereits im Jahr 2010 konnten erfolgreich Experimente an Mäusen durchgeführt werden. Nun sollen in diesem Jahr auch Menschen den Impfstoff erhalten. Falls die getesteten Mäuse in nächster Zeit keine Nebenwirkungen oder Ähnliches aufzeigen sollten, so dürfte der Impfstoff auch für die Humanmedizin freigegeben werden.
Der Impfstoff funktioniert auch für den Laien verständlich: Im Gehirn gibt es bestimmte Eiweißablagerungen – sogenannte „Plaques“- die für die Alzheimererkrankung verantwortlich sind. Diese Plaques zu zerstören, ist bislang unmöglich, deshalb suchten die Mediziner nach einer Möglichkeit, sie zumindest in ihrer Weiterbildung zu stoppen. Dies scheint ihnen nun mit ihrem Impfstoff auch gelungen zu sein. Voraussetzung für den Erfolg ist aber außerdem, dass Patienten sich rechtzeitig beim Arzt untersuchen lassen und sich nicht davor fürchten, eine schlimme Diagnose zu erhalten – denn dann besteht evtl. noch die Chance, die Krankheit deutlich zu verlangsamen, sofern der Impfstoff wirkt.

