Dass Herpes-Viren mitschuldig an Alzheimer sein könnten, wird von Forschern bereits seit einigen Jahren vermutet. Eine entsprechende Studie, deren Ergebnisse 2008 im “Journal for Pathology” der Uni Manchester veröffentlicht wurden, hatte die DNA des Virus genau dort gefunden, wo die typischen und vermutlich schädlichen Verklumpungen – sogenannte Plaques – auftraten. In einer neuen Studie der Uni Manchester wurde jetzt die Möglichkeit diskutiert, dass Medikamente, die normalerweise das Herpesvirus attackieren, eventuell auch das Fortschreiten von Alzheimer verzögern könnten.
Die Ergebnisse sind vorläufig und zukünftige Studien müssen sicherstellen, ob und unter welchen Umständen Alzheimer-Patienten von solchen anti-viralen Medikamenten profitieren können. WEITERLESEN… »


Eines der großen Probleme in der Forschung, war ja bekanntlich bis jetzt, dass man Alzheimer zweifelsfrei erst nach dem Tod durch eine mikroskopischen Untersuchung diagnostizieren konnten. Die klinischen Tests, die es heute gibt, liegen oft falsch (Fehlerquote: 20-30%), so dass man oft später feststellen muss, dass eine andere Form der Demenz vorlag. Jetzt allerdings haben Forscher aus verschiedenen Ländern, unter anderem auch der Uni Leipzig, ein Verfahren entwickelt, das die Diagnose schon 15 oder 20 Jahre vor Ausbruch der Krankheit möglich macht. Das wäre ein entscheidender Durchbruch, schließlich kann man das Fortschreiten der Krankheit mit Medikamenten deutlich verzögern.