Nach drei Jahrzehnten intensiver Arbeit ist unter Wissenschaftlern eine Diskussion über den Schwerpunkt entbrannt, der bis jetzt in der Alzheimer-Forschung gesetzt wurde: Heilung. Was aber, wenn es für Alzheimer keine Heilung gibt? In der Dezember-Ausgabe der wissenschaftlichen Zeitschrift “Journal of Alzheimer’s Disease” veröffentlichte ein Team der Universität South Florida in den USA unter der Führung von Dr. Ming Chen jetzt einen entsprechenden Bericht. Der Fokus auf Heilung, sagten die Forscher, gehe vor allem auf den gesellschaftlichen Druck zurück und habe dazu geführt, dass Alzheimer als heilbare Krankheit dargestellt werde.
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Einträge in der Kategorie Forschung
Vorbeugung oder Heilung?
Herpes-Medikamente gegen Alzheimer?
Dass Herpes-Viren mitschuldig an Alzheimer sein könnten, wird von Forschern bereits seit einigen Jahren vermutet. Eine entsprechende Studie, deren Ergebnisse 2008 im “Journal for Pathology” der Uni Manchester veröffentlicht wurden, hatte die DNA des Virus genau dort gefunden, wo die typischen und vermutlich schädlichen Verklumpungen – sogenannte Plaques – auftraten. In einer neuen Studie der Uni Manchester wurde jetzt die Möglichkeit diskutiert, dass Medikamente, die normalerweise das Herpesvirus attackieren, eventuell auch das Fortschreiten von Alzheimer verzögern könnten.
Die Ergebnisse sind vorläufig und zukünftige Studien müssen sicherstellen, ob und unter welchen Umständen Alzheimer-Patienten von solchen anti-viralen Medikamenten profitieren können. WEITERLESEN… »
Alzheimer Ansteckend?
Könnte Alzheimer ansteckend sein? Eine Studie mehrerer amerikanischer Universitäten legt diesen Schluss zumindest nahe und erregte damit in dieser Woche große Aufmerksamkeit in den Medien weltweit. Versuche an Mäusen hatten den Verdacht entstehen lassen, dass die Krankheit eventuell ähnlich BSE übertragen werden kann. Die Forscher stellten fest, dass ”bei einigen Alzheimer-Fällen ein infektiöser Prozess voranging, ähnlich dem bei neurologischen Krankheiten wie Creutzfeldt-Jakob”, sagte einer der Forscher, Claudio Soto, Ph.D. , Neurologie-Professor an der University of Texas Medical School in Houston in einer Erklärung. Soto räumte allerdings ein, dass die Studie natürlich nur an Mäusen durchgeführt worden war und noch viel mehr Forschung notwendig sei, ehe man die Ergebnisse auf den Menschen übertragen könne. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Molecular Psychiatry veröffentlicht. WEITERLESEN… »
Ursachen von Alzheimer

Nicht jeder Kopfschmerz bedeutet Alzheimer (Photo: goroo via stock.xchng)
Neben neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen, soll diese Seite auch grundlegende Informationen bieten, so zum Beispiel zum Ursprung von Alzheimer. Die Ursachen der Krankheit sind bis heute nicht vollständig geklärt. Nach dem jetzigen Wissensstand geht man davon aus, dass bestimmte Risikofaktoren die Entstehung der Krankheit begünstigen können. Dazu gehören unter anderem Schilddrüsenunterfunktion, schwere Hirnschädigungen, die im Laufe des Lebens auftreten können, ungesunde Ernährung, starkes Rauchen, Arteriosklerose (Arterienverkalkung) und Bluthochdruck. WEITERLESEN… »
Durchbruch durch Augenscan?
Es sind interessante Neuigkeiten, die uns da aus Australien erreichen. Anscheinend ist es Forschern “down under” gelungen, einen Test zu entwickeln, der es möglich macht, Anzeichen von Alzheimer schon sehr früh zu erkennen. Anstatt wie sonst im üblich im menschlichen Gehirn nach einer Lösung für dieses alte Problem zu suchen, konzentrierten sich die Forscher auf die Augen, die von der Krankheit in Mitleidenschaft gezogen werden. Zwar verfolgen auch Wissenschaftler in anderen Ländern diesen Ansatz, bisher ist aber noch keinem Team gelungen, erfolgreiche Ergebnisse zu erzielen.
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Durchbruch in Forschung?
Eines der großen Probleme in der Forschung, war ja bekanntlich bis jetzt, dass man Alzheimer zweifelsfrei erst nach dem Tod durch eine mikroskopischen Untersuchung diagnostizieren konnten. Die klinischen Tests, die es heute gibt, liegen oft falsch (Fehlerquote: 20-30%), so dass man oft später feststellen muss, dass eine andere Form der Demenz vorlag. Jetzt allerdings haben Forscher aus verschiedenen Ländern, unter anderem auch der Uni Leipzig, ein Verfahren entwickelt, das die Diagnose schon 15 oder 20 Jahre vor Ausbruch der Krankheit möglich macht. Das wäre ein entscheidender Durchbruch, schließlich kann man das Fortschreiten der Krankheit mit Medikamenten deutlich verzögern.


