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Alzheimer ist eine Demenzkrankheit, doch wie wird sie therapiert? Grundsätzlich ist sie nicht heilbar, nichtsdestotrotz gibt es Therapiemöglichkeiten, um sie zu verzögern.
Es gibt zwei Behandlungsbereiche: Die Behandlung mit Medikamenten und die nicht-medikamentösen Maßnahmen. Die Behandlung mit Medikamenten erfolgt durch Memantine und Acetylcholinesterase-Hemmer, die Botenstoffe im Gehirn beeinflussen. Alzheimer sorgt für erhöhte Glutamatmengen im Gehirn. Der Wirkstoff Memantine reguliert diese und sorgt so dafür, dass die Funktion der Nervenzellen im Gehirn verbessert wird. Die kognitive Leistungs- und Gedächtnisfähigkeit des Alzheimer-Patienten kann länger erhalten bleiben. Erinnern und Orientieren fällt so länger leichter.
Bei Alzheimer nimmt die Bildung des Botenstoffs Acetylcholin im Gehirn ab. Der Acetylcholinabbau erfolgt jedoch in gleichbleibender Geschwindigkeit. Folglich gerät der Auf- und Abbau des Botenstoffs aus dem Gleichgewicht. Durch Acetylcholinesterase-Hemmer wird das Enzym (Acetylcholinersterase), das für den Abbau des Aceylcholins zuständig ist, gehemmt. Ziel ist es, die Acetylcholin-Konzentration zu stabilisieren. Das Absterben der Nervenzellen kann jedoch nicht verhindert werden. In frühen Stadien der Alzheimer-Krankheit eingesetzt, verlieren die Acetylcholin-Hemmer nach 9 bis 12 Monaten ihre Wirkung, wenn bereits zu viele Nervenzellen abgestorben sind. Zu den nicht-medikamentösen Therapieformen gehört die Milieu-Therapie, bei der die Alltags- und Freizeitaktivitäten des Patienten gefördert und verstärkt in das Alltagsleben der Familie eingefügt werden. Die Selbst-Erhaltungstherapie konzentriert sich auf die weniger beeinträchtigten Fähigkeiten des Patienten wie beispielsweise dem Langzeitgedächtnis. Das Erinnern beim Hören alter Musikstücke oder beim Betrachten alter Fotos kann ein Kompetenzgefühl auslösen. Ähnlich funktioniert die Erinnerungstherapie, bei der man beispielsweise beim Betrachten alter Fotografien positive Erinnerung und somit Wohlbefinden hervorrufen will.