photo © 2010 opensource.com | more info (via: Wylio)Mit Alzheimer ist eine Erkrankung des Gehirns gemeint, die durch den langsam fortschreitenden Untergang von Nervenzellen und Nervenzellkontakten im Gehirn gekennzeichnet ist. Der Name der Alzheimer-Krankheit geht auf den deutschen Arzt Alois Alzheimer zurück, der im Jahr 1906 erstmalig die für die Krankheit charakteristischen Ablagerungen im Gehirngewebe beschrieb.
Alzheimer, auch Morbus Alzheimer genannt, gilt als die häufigste Form der Demenzerkrankungen. Die Alzheimer-Krankheit verläuft meist schleichend. Schon Jahre vor dem Auftreten der ersten Symptome können sich schädliche Eiweiße (sogenannte Amyloide) im Gehirn ablagern. Letztendlich äußert sich die Krankheit in nachlassender Gedächtnisleitungsfähigkeit und Persönlichkeitsveränderungen. Körperliche Symptome wie Muskelzuckungen oder parkinsonähnliche Beschwerden sind weiterhin charakteristisch. Vorwiegend sind Personen im fortgeschrittenen Alter von der Alzheimer-Krankheit betroffen, nichtsdestotrotz können auch jüngere Menschen an Alzheimer erkranken. Die an Alzheimer Erkrankten bedürfen im fortschreitenden Verlauf der Krankheit Unterstützung. Sie sind zunehmend auf die Hilfe ihrer Angehörigen oder anderer Personen angewiesen. Die genauen Ursachen zur Entstehung der Krankheit sind bis heute nicht eindeutig geklärt. Experten gehen jedoch davon aus, dass genetische Faktoren, Gefäßverkalkungen und Risikofaktoren wie erhöhte Blutfettwerte, Bluthochdruck und starkes Übergewicht die Alzheimer-Krankheit begünstigen.
Die ärztliche Diagnose der Krankheit erfolgt durch die Befragung der Angehörigen zu den Symptomen, eine körperliche Untersuchung und verschiedene neuropsychologische Tests. Ein MRT (Magnetresonanztomographie) oder ein CT (Computertomographien) kann die Diagnose zusätzlich unterstützen. Bis jetzt ist die Alzheimer-Krankheit noch nicht heilbar. Eine frühzeitige Erkennung und eine anschließende medikamentöse Behandlung durch den sogenannten Acetylcholinesterasen-Hemmer und den Wirkstoff Memantin machen es manchmal jedoch möglich, den Krankheitsverlauf ein wenig zu verzögern.